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Nichtoffener Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Unterbringung von Landesdienststellen im Behördenzentrum Rostock, Blücherstraße 1-3

30.11.2022 • Vorgeschaltetes offenes Bewerberverfahren mit Ideenwettbewerb
Zur Auswahl einer Kunst am Bau führt das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) Neubrandenburg einen nichtoffenen Kunst-am-Bau-Wettbewerb durch. An dem vorgeschalteten offenen Bewerberverfahren können Sie sich unter Beachtung der folgenden Bedingungen beteiligen und bis zum 28.02.2023 Ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.

Auslober/ Koordination des Bewerberverfahrens

Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg
(SBL Neubrandenburg)

Koordination Bewerbungsunterlagen: 
SBL Neubrandenburg
Neustrelitzer Str. 121
17033 Neubrandenburg
E-Mail: heike.engel@nb.sbl-mv.de

Wettbewerbsart

Es findet ein deutschlandweiter, nichtoffener Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit einem vorgeschalteten offenen anonymen Bewerberverfahren mit einem Ideenwettbewerb statt. Es werden zehn Teilnehmer von einer Jury ausgewählt.
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch.

Wettbewerbsaufgabe, Kunststandort und Geschichte des Kunststandortes

Im Rahmen der Baumaßnahme Unterbringung von Landesdienststellen im Behördenzentrum (BHZ) Rostock, Blücherstraße 1-3, soll ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb durchgeführt werden. Auslober ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das SBL Neubrandenburg.

Die Baumaßnahme im Zentrum Rostocks umfasst ein Gebäudeensemble bestehend aus den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden Haus 1-3 mit einem repräsentativen Turmbau zur Blücherstraße hin, ergänzt durch zwei Neubauten (Haus 4 und 5). Alle Bauten fügen sich zu einem Karree mit einem grünen Innenhof zusammen. Die Gebäude werden zukünftig Dienstort für Landesbehörden:
  • Haus 1, 2 - das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt - Mittleres Mecklenburg (StALU-MM)
  • Haus 1 - das Amt für Raumordnung und Landesplanung - Region Rostock (AfRL-PR)
  • Haus 3, 4 - das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS)
  • Haus 5 - das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LS)
Der leerstehende Gebäudekomplex der ehemaligen Polizeidirektion aus den 1950er Jahren wird wiederbelebt. Das ehemalige vorhandene Haus 4 (altes Ärztehaus) wurde abgebrochen. Das Gebäudeensemble wird durch zwei Erweiterungsbauten (Haus 4 und 5) ergänzt. Der Baustil des Bestandes ist dem sozialistischen Klassizismus zuzuordnen. In Rostock wurde der sozialistische Klassizismus mit Formelementen der norddeutschen Backsteingotik kombiniert.
Ein Entwurfsansatz ist das "Grüne U" mit der städtebaulichen Einbeziehung der angrenzenden Grünbereiche sowie der Realisierung eines Konzeptes zur Nachhaltigkeit für das Gebäudeensemble in den Gebäudekörpern, den Freianlagen und der energetischen Funktionalität.
Die städtebauliche Eingangssituation des BHZ einschließlich der drei Eingangsbereiche der Dienstgebäude Haus 1 bis 3 in der Blücherstraße sollen mit Kunstobjekten außen und/oder innen bespielt werden. Hierfür sind in der ersten Wettbewerbsstufe Ideen einzureichen. Für den Kunstwettbewerb sind insgesamt sechs mögliche und öffentliche Bereiche (Vorplätze der Gebäudeeingänge Haus 1, 2 und 3, das Foyer im Erdgeschoss des Haus 1, 2, 3, der Luftraum der Treppenhäuser: 1.-4. Obergeschoss Haus 1, 1.-3. Obergeschoss Haus 2 und 3) freigegeben, wobei jeder Bereich einzeln, aber auch in Verbindung zueinander bearbeitet werden kann. Die möglichen Standorte sind im Lageplan (siehe Anhang) gekennzeichnet.

Die Art der Kunst sowie die Materialität werden vollständig dem Wettbewerber überlassen. Wandmalereien sind aufgrund der denkmalgeschützten Fassade für diese Kunstaufgabe nicht in Betracht zu ziehen. Etwaige Installationen, wie z. B. mit Licht und Wasser, dürfen keine unwirtschaftlichen Folgekosten nach sich ziehen. Hierzu ist bereits im Ideenwettbewerb auf Folge- und Bewirtschaftungskosten durch die Künstler hinzuweisen und diese sind in der zweiten Wettbewerbsstufe zu präzisieren.
Entstehende Materialkosten-, Transport- und Aufstellungs- sowie Nebenkosten, etc. sind in der Wettbewerbssumme schon enthalten.

Teilnahmeberechtigung / Bewerbungsverfahren

Teilnahmeberechtigt sind professionelle Kunstschaffende oder Gruppen von Kunstschaffenden mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in der Bundesrepublik Deutschland. Diese können sich bis zum 28.02.2023, 14 Uhr (Posteingangsstempel) bewerben. Das vorgeschaltete Bewerbungsverfahren ist offen und anonym.

Die einzureichenden Bewerbungsunterlagen müssen beinhalten:
  • ausgefüllter Bewerbungsbogen
  • Ideenskizze und textliche Erläuterung der Idee zusammen auf 1 Seite DIN A3
  • Vita und Ausstellungsverzeichnis (Professionalitätsnachweis), max. 1 Seite DIN A4 je Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Sofern keine Ausbildung an einer Kunstakademie oder entsprechende Einrichtung vorliegt, muss das Ausstellungsverzeichnis eine kontinuierliche künstlerische Tätigkeit belegen, die professionellen Ansprüchen genügt.
  • Text zur künstlerischen Position, max. 1 Seite DIN A4 der Arbeitsgemeinschaft
  • bildliche Darstellung und schriftliche Erläuterung von mindestens 1 und maximal 3 Referenzobjekten, maximal 1 Seite DIN A3 je Referenzobjekt
Als Referenzbeispiel gelten ein geschaffenes Kunstwerk oder auch ein Entwurf für ein noch nicht geschaffenes Kunstwerk.
Die Ideenskizze (DIN A3-Blatt) mit der groben Beschreibung ist anonym (ohne Angaben des Künstlers) nur mit einer Kennzahl versehen einzureichen. Bewerbungsbogen mit Vita und Ausstellungsverzeichnis sind mit der gleichen Kennzahl zu versehen und in einem separaten, offenen Umschlag mit derselben Kennzahl einzureichen. Nach Eingang und Prüfung der Bewerbungsunterlagen sowie der Vorlageprüfung des Ideenblattes DIN A3 wird der Umschlag vom SBL geschlossen. Die bildliche Darstellung mit der schriftlichen Erläuterung ist ebenfalls anonym, nur mit derselben Kennzahl versehen, einzureichen.

Aus den eingegangenen Bewerbungen werden 10 Kunstschaffende von einem unabhängigen Auswahlgremium, dem Sachverständigenausschuss (SVA) mit je einem Vertreter des Finanzministeriums, des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, des SBL Neubrandenburg, des Nutzers (Landesbehörden) sowie zwei Vertretern des Künstlerbundes M-V ausgewählt.
Als Leistungen in der 2. Wettbewerbsstufe sind 2D- und 3D-Darstellungen, eine Kostenschätzung einschließlich der Folge- und Bewirtschaftungskosten und, soweit von den Teilnehmern als notwendig erachtet, ein Modell sowie Materialproben einzureichen. Die 10 ausgewählten Teilnehmer erhalten separat weitere Informationen.

Aufgaben der Behörden

  • Unter dem Link: https://www.stalu-mv.de/mm/ können Informationen zum Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt – Mittleres Mecklenburg (StALU-MM)  bezogen werden.
  • Unter dem Link: http://www.afrl.mv-regierung.de/ können Informationen zum Amt für Raumordnung und Landesplanung - Region Rostock (AfRL-RR) bezogen werden.
  • Unter dem Link: https://www.lagus.mv-regierung.de/ können Informationen zum Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) bezogen werden.
  • Unter dem Link: https://www.strassen-mv.de/ können Informationen zum Landesamt für Verkehr und Straßenbau (LS M-V) bezogen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Kunststandort können auf der Internetseite der SBL-MV unter dem Link Behördenzentrum Rostock, Blücherstraße 1-3, Unterbringung von Landesdienststellen angesehen werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Baustelle und die entsprechenden Bereiche der drei Gebäude am 13. Dezember 2022 um 12 Uhr vor Ort zu besichtigen. Reisekosten und Aufwandsentschädigungen werden für diesen Besichtigungstermin nicht übernommen.
In der 2. Wettbewerbsphase findet ein Rückfragenkolloquium im Mai 2023 statt. Bewerbungen außerhalb des formalisierten Verfahrens sind nicht zulässig. Künstlergruppen gelten als ein Bewerber. Eine Rückgabe der Unterlagen erfolgt nicht. Die Bewerbung muss bis spätestens 28.02.2023 um 14 Uhr beim SBL Neubrandenburg (Adresse siehe unten) eingegangen sein. Es zählt der Poststempel!

Bearbeitungshonorare

Die Teilnehmer der 2. Wettbewerbsstufe erhalten ein Bearbeitungshonorar in Höhe von 1.000 Euro (inkl. MwSt.) bei Einreichung einer prüffähigen Wettbewerbsarbeit.
In der Aufwandsentschädigung eingeschlossen sind u. a. auch Aufwendungen für die freiwillige Teilnahme an einem Rückfragenkolloquium vor Ort (Reisekosten, Übernachtungskosten). Für die Realisierung des ausgewählten Beitrages stehen 50.000 Euro (inkl. MwSt.) zur Verfügung. Darin enthalten sind vollständig das Honorar für Kunstschaffende, die Herstellung, die Lieferung und die Aufstellung der Kunst am Standort in Rostock.

Preisgericht

Das Preisgericht wird mit vier Fachpreisrichtern aus dem künstlerischen Bereich und drei Sachpreisrichtern aus der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung (SBL-MV) sowie des Nutzers besetzt. Die namentliche Benennung des Preisgerichtes erfolgt in der Auslobung.

Terminübersicht (voraussichtlich)

Terminübersicht (voraussichtlich) Bewerberverfahren Kunst-am-Bau Wettbewerb BHZ Rostock

Ausgabe der Bewerbungsunterlagen 30. November 2022
Besichtigung der Baustelle 13.12.2022 um 12 Uhr
Bewerbungseingang bis 28. Februar 2023 um 14 Uhr
Auswahlverfahren durch SVA Ende März 2023
Teilnahmeaufforderung mit Ausgabe der detaillierten Wettbewerbsunterlagen April 2023
 Rückfragenkolloquium Mai 2023
Abgabe der Arbeiten Juli 2023
Preisgericht
Stand: 30. November 2022

Ort der Einreichung

Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg
Neustrelitzer Str. 121
17033 Neubrandenburg

Kontakt

Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg
Neustrelitzer Str. 121
17033 Neubrandenburg
E-Mail: heike.engel@nb.sbl-mv.de

Bauprojekt des SBL Neubrandenburg - Unterbringung von Landesdienststellen im Behördenzentrum Rostock

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